Mika Mysteries
Johan Grundberg / Franziska Hüther (Übersetzung)'
Kinderbuch 11+
#krimi
Man sollte sich nicht vom Cover täuschen lassen und ein Cozy-Crime-Kinderbuch erwarten. Mika Mysteries ist gänsehautspannend, wirklichkeitsnah, gesellschaftskritisch und definitiv nicht cozy.
Die Heldin Mika ist als Waise Entbehrungen gewohnt, und der schwedische Winter des Jahres 1880 ist besonders hart. Zugefrorene Flüsse und unpassierbare Straßen sorgen für Hunger in der Stadt. Mitten in dieser schweren Zeit fürchten sich alle vor der Rückkehr des „Nachtraben“, eines Mörders, der schon früher in der Stadt sein Unwesen trieb. Anfangs wird Mika durch Zufall in die Ermittlungen hineingezogen. Doch ihre außergewöhnlich scharfe Beobachtungsgabe und ihr wacher Verstand bleiben nicht unbemerkt – und schon bald entsteht eine Partnerschaft zwischen dem Waisenmädchen und einem in Bedrängnis geratenen Kommissar.
Der in Schweden vielfach ausgezeichnete Reihenauftakt ist nichts für zartbesaitete Gemüter – die Stimmung im Waisenhaus und unter den Straßenkindern ist bitter. Rundberg schreibt ungeschönt von echter Armut und gnadenlosen Arbeitsbedingungen. Doch Mikas Mut und die ihr zugewandten, helfenden Menschen bilden dazu ein entlastendes Gegengewicht. In diesem Zusammenhang verzeiht man dem Roman auch die an einigen Stellen überzeichneten Erfolge. Eine Leseempfehlung für alle, die hochspannende Krimis und Detektivgeschichten lieben.
AM
Johan Grundberg
Übersetzt von Franziska Hüther
Magellan, 2025
Ab 11 Jahren

